Gleitschirmfliegen im Winter?

Oft werden wir gefragt, ob man denn auch im Winter Gleitschirmfliegen kann.

  • Januar und Februar sind die niederschlagärmsten Monate auf der Alpensüdseite.
  • Überentwicklungen mit Gewittern, wie sie im Sommer nachmittags auftreten können, bleiben aus. Es ist oft länger fliegbar.
  • Die Talwindentwicklung ist schwächer.
  • Über den ausgeaperten Südhängen lassen sich zum Ende des Winters hervorragend erste Thermikansätze erfliegen.
  • Nicht fliegende Begleitung nutzt das benachbarte Skigebiet Plose, die Wellnessmöglichkeiten im Tal oder die Langlauf-, Rodel-, Schneeschuh- und Reitangebote.

Wir empfehlen dir die Teilnahme an einem Winterkurs in Lüsen, wenn du deinen Kombikurs schon absolviert hast und das Jahr fliegerisch optimal nutzen möchtest.

Das Flugwetter

Die Dolomitenregion bietet meteorologisch und klimatisch besonders günstige Bedingungen für den Flugsport:

 

  • Geschützt vom Alpenhauptkamm im Norden und Westen, der Ortler-, Brenta-, Adamello- und Presanellagruppe im Südwesten, den Dolomiten im Süden und den Karawanken sowie den Julischen Dolomiten im Osten, werden Frontensysteme nur bei hochreichenden Luftmassengrenzen mit nennenswerten Niederschlägen wetterwirksam.

  • Während sich bei den dominierenden Westwetterlagen in Mitteleuropa präfrontaler Föhn und zum Teil ergiebige Stauniederschläge auf der Alpennordseite abwechseln, bleibt der Südhang der Alpen meist trocken.

  • Auch Tiefdrucksysteme über dem Mittelmeerraum (Genua-, Adria-tief) werden hier nicht immer wetterwirksam.

Zurecht werben die Tourismusverbände im Pustertal mit dem sonnigsten und trockensten Talverlauf der Alpen.

 

 

Niederschlagsdiagramm
Quelle: Schwarb, M., Daly, C., Frei, C., Schär, C. (2001), ‘Mean annual and seasonal precipitation in the European Alps 1971-1990’, HYDROLOGICAL ATLAS OF SWITZERLAND